Um einander besser zu verstehen, haben wir kürzlich ein Seminar bei uns in der Firma organisiert. Geleitet wurde es von Mitarbeitenden des Integrationsfachdienstes (IFD). Mit dabei: viele hörende Kolleginnen und Kollegen, unsere drei neuen Teammitglieder und zwei Gebärdensprachdolmetschende.
Zum ersten Mal konnten wir uns in dieser Runde wirklich austauschen – direkt, klar und ohne Umwege. Was im Alltag oft mit Händen, Gesten und Improvisation funktioniert, bekam hier eine ganz neue Qualität. Fragen, die sich über Wochen angesammelt hatten, ließen sich endlich in Ruhe klären.
Um einen Eindruck „der Stille“ zu erhalten, trugen einige Kollegen und Kolleginnen abwechselnd geräuschreduzierende Kopfhörer. Die Erfahrung, mit etwas 10% des Hörvermögens der Unterhaltung zu folgen, war super interessant aber auch sehr anstrengend.
Nebenbei haben wir viel über die Kultur gehörloser Menschen gelernt und darüber, wie Gebärdensprache funktioniert – nicht als Ersatz, sondern als eigenständige, lebendige Sprache.
Am Ende blieb vor allem ein Gefühl: Wir sind ein Stück näher zusammengerückt.