Die Weidevogelsaison dauert von Mitte März bis Mitte Juni. „Da die Weidevögel oberste Priorität haben, dürfen unsere Kühe vor dem 15. Juni nur auf die Flächen, auf denen die Weidevögel nicht brüten. Auf unserem Land haben wir mehrere Teiche angelegt, was bedeutet, dass wir das Land von Mitte Februar bis Mitte Juni überschwemmen. Auf dem Land stehen dann etwa 5 bis 20 Zentimeter Wasser. Die Weidevögel nutzen dieses Biotop zur Nahrungssuche, zur Balz, zum Schlaf und zum Brüten. Ein Drittel unserer Fläche ist kräuterreiches Grünland. Mit dem Mähen beginnen wir erst, wenn alle Weidevögel flügge geworden sind, was in der Regel Mitte Juni der Fall ist. Das kräuterreiche Grünland, auf dem die Vögel leben, düngen wir ausschließlich mit Strohmist. Dieser ‚biologische‘ Mist ist vorteilhafter für das Bodenleben, daraus resultierend die Weidevögel mehr Nahrung finden und der Kiebitz nutzt die Strohstücke aus dem Mist, um sein Nest zu bauen.“ All diese Maßnahmen führen zu einer wunderschönen ökologischen Landschaft, die während der Brutsaison voller Weidevögel und Nester ist. Die meisten Weidevögel halten sich nur für kurze Zeit auf den Weideflächen in den Niederlanden auf, da sie Zugvögel sind und nach dem Sommer nach Südspanien oder Südafrika ziehen und dort zu überwintern.