Die Graf Moltke Birne wurde um 1850 auf Seeland in Dänemark con Gärtner Gathen entdeckt. Er fand den Mutterstamm in einem Gebüsch des Gutsgartens zu Thunbyholm, die Frucht wurde dann nach dem
Besitzer des Gutes, dem damaligen Dänischen Premierminister A. von Moltke benannt.
Die relativ großen Früchte sind bauchig, kegelförmig, gelblich-grün mit sonnenseits toter Backe und gleichmäßig mit zimtfarbenem Rost überzogen. Das Fruchtfleisch ist cremefarben, fein,
schmelzend, sehr saftig mit sehr gutem fein gewürztem Geschmack.
Die Bäume gedeihen auch auf weniger guten Böden und unter rauhen Klimabedungungen (Seeklima), sind also richtige norddeutsche Birnen und wurden früher wegen ihres vorzüglichen Geschmacks sehr
viel in dieser Gegend angebaut. Die Bäume sind starkwachsend und werden bei uns als Hochstamm auf Sämlingsunterlage gezogen.